Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Photovoltaik, Speicher und Wallbox. Unter jeder Antwort steht der Stand der Information. Gesetzliche Regeln und Förderungen ändern sich häufig, fragen Sie uns deshalb gern nach dem aktuellen Stand.
Photovoltaik
Einspeisen oder selbst verbrauchen?
In der Regel lohnt es sich mehr, den Solarstrom selbst zu nutzen. Für eine neue Anlage bis 10 kWp gibt es aktuell rund 7,7 Cent für jede eingespeiste Kilowattstunde, während Haushaltsstrom im Schnitt 35 bis 40 Cent kostet. Tagsüber günstig einspeisen und abends teuer zurückkaufen rechnet sich deshalb nicht.
Sinnvoll ist diese Reihenfolge:
- den Strom direkt im Haus nutzen
- im Haus-Akku zwischenspeichern
- das Auto aufladen und Heizungswasser erwärmen
- erst was dann noch übrig ist, einspeisen
Hinweis: Die Bundesregierung plant, die feste Einspeisevergütung für neue kleine Anlagen ab 2027 zu beenden. Der Gesetzentwurf ist noch nicht beschlossen, der Eigenverbrauch würde dadurch noch wichtiger.
Stand: September 2026
Wann ist der beste Zeitraum zum Bau einer Solaranlage?
Einen perfekten Zeitraum gibt es eigentlich nicht. Auch im Winter scheint etwas Sonne und liefert Strom. Der Anteil des selbst erzeugten Stroms steigt aber in Richtung Sommer, weil die Sonne dann höher steht und länger scheint.
Zu beachten: Bei Frost können aus Sicherheitsgründen keine Arbeiten auf dem Dach ausgeführt werden.
Stand: Juni 2020
Wie lange dauert die Installation einer Solaranlage auf dem Dach?
Das hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Erstinbetriebnahme vergehen in der Regel nur wenige Wochen. Je nach Netzbetreiber kann die Anmeldung zusätzlich Zeit kosten.
Stand: Juni 2020
Solaranlagen sollen so teuer sein. Lohnt sich eine Investition überhaupt?
In den meisten Fällen ja. Die Solartechnik ist ausgereift und einfach zu installieren, und die Kosten für eine eigene „Stromfabrik“ sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Die ersten Einsparungen entstehen direkt nach der Inbetriebnahme, weil Sie weniger Strom zukaufen.
Für Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden fällt seit 2023 keine Umsatzsteuer auf Kauf und Installation an. Die Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind einkommensteuerfrei. Wie schnell sich die Anlage bezahlt macht, hängt von Verbrauch, Dachausrichtung und Ausstattung ab. Als Richtwert gelten etwa 8 bis 12 Jahre.
Stand: September 2026
Mein Dach ist nicht nach Süden ausgerichtet. Funktioniert eine Solaranlage überhaupt?
Ein Dach muss nicht genau nach Süden zeigen. In den allermeisten Fällen finden unsere Experten eine passende Lösung. Lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich beraten.
- Ein Ost-West-Dach kann sogar optimaler sein als ein reines Süddach, weil die Sonne über den Tag verteilt länger eingefangen wird.
- Wir haben auch schon Module auf Norddächern installiert, als Ergänzung, um die zur Verfügung stehende Dachfläche gut zu nutzen.
- Manchmal geht es nicht: Ist eine Fläche stark verschattet oder zerklüftet, ist der Ertrag zu gering.
Stand: Juni 2020
Was sind die genauen Vorteile einer Solarinstallation?
- Sie sparen Stromkosten: Der Anteil des selbst genutzten Solarstroms kann auf bis zu 70 % steigen.
- Sie werden unabhängiger von Strompreiserhöhungen.
- Auf Wunsch sind Sie und Ihr Haus auch bei Stromausfällen abgesichert (optional).
- Sie erzeugen aktiv umweltfreundlichen Strom.
Stand: Juni 2020
Speicher
Brauche ich einen Akku?
Bei Anlagen mit Eigenverbrauch ganz klar ja, also fast immer. Tagsüber wird der Strom im Akku zwischengespeichert. Abends und nachts, wenn keine Sonne scheint, nutzt Ihr Haus den selbst erzeugten Strom aus dem Speicher.
Stand: Juni 2020
Wie groß soll der Akku sein?
Das hängt vom Stromverbrauch Ihres Haushalts ab. Als Faustregel sollte der Akku die Nacht überbrücken: Bei einem Tagesverbrauch von 10 kWh passt ein Speicher von etwa 7 bis 10 kWh.
Bei besonderen Verbrauchern lohnt ein genauerer Blick:
- Ein E-Auto ist tagsüber oft unterwegs und wird erst abends geladen, dann scheint eventuell keine Sonne mehr.
- Eine Wärmepumpe profitiert von einem zusätzlichen Akku-Puffer: Sie kann gleichmäßiger laufen, auch wenn es tagsüber einmal zwei Stunden regnet, und nachts Strom aus dem Akku beziehen. Wie groß der Puffer sein sollte, hängt auch vom Wasserpuffer der Heizung ab.
Stand: Juni 2020
Wallbox
Brauche ich unbedingt eine Wallbox?
Nein, ein E-Auto lässt sich auch an einer normalen Haushaltssteckdose laden. Übergangsweise ist das in Ordnung, als Dauerlösung aber nicht:
- Das Laden dauert sehr lange (20 Stunden und länger).
- Haushaltssteckdosen sind nicht für den Dauerbetrieb mit 10 A oder 16 A ausgelegt, auch wenn sie dafür zugelassen sind.
- Durch die hohen Dauerströme können sich Kabel und Steckdosen erheblich erwärmen.
- Mechanisch ist eine Haushaltssteckdose nicht für häufiges Ein- und Ausstecken gemacht.
Deshalb: Ja, Sie sollten eine Wallbox installieren.
Stand: Juni 2020
Welche Wallbox-Arten gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man AC- und DC-Ladestationen.
- DC-Ladestationen laden ein E-Auto meist deutlich schneller (20 bis 250 kW). Dafür muss der Hausanschluss vom Energieversorger angepasst oder erweitert werden. Sie sind noch recht teuer und eher etwas für Firmen. Übliche Einfamilienhäuser haben eine Anschlussleistung von höchstens etwa 30 kW, Schnelllader mit 50 bis 100 kW sind dort ohne aufwendige und teure Erweiterung durch den Netzbetreiber nicht möglich.
- AC-Ladestationen sind relativ günstig und einfach zu installieren. Änderungen am Hausanschluss sind oft nicht nötig. Der Energieversorger kann dennoch eine Begrenzung festlegen.
Die Installation muss immer ein qualifizierter Elektriker ausführen, da der Anschluss direkt im Zählerkasten erfolgt.
Stand: Juni 2020
Warum gibt es so große Preisunterschiede bei Wallboxen?
Wallboxen werden zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten: AC-Wallboxen kosten etwa 500 bis 2.500 Euro, DC-Wallboxen über 10.000 Euro. Grob lassen sie sich in drei Gruppen einteilen:
- Einfache Wallboxen: keine Fernsteuerung, keine Authentifizierung, kein Zähler
- Wallboxen mit Kommunikation und Zähler: mit LAN, WLAN oder GSM, eventuell Chip-ID oder Schlüsselschalter
- Intelligente Wallboxen: Einbindung in die PV-Anlage (Laden mit Solarüberschuss), dynamische Phasenumschaltung (1,4 bis 22 kW)
Stand: Oktober 2021
Gibt es unterschiedliche Stecker?
Ja. Für das Laden zu Hause spielt fast nur der Typ-2-Stecker eine Rolle: Er ist in Europa der übliche Anschluss für Wechselstrom (AC) und an praktisch jedem aktuellen E-Auto vorhanden.
- Typ 2: der übliche AC-Anschluss
- CCS (Combined Charging System): erweitert den Typ-2-Stecker um Gleichstrom-Schnellladen und ist bei den meisten aktuellen Fahrzeugen in Europa üblich
- CHAdeMO: ein Schnellladesystem aus Japan, das man nur noch bei älteren Modellen findet
Für Ihre Wallbox zu Hause brauchen Sie in der Regel nur Typ 2.
Stand: September 2026
Sind Wallboxen genehmigungspflichtig?
Jede fest installierte Wallbox muss vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eine ausdrückliche Genehmigung des Netzbetreibers ist erst bei Ladeleistungen über 11 kW (bzw. 12 kVA) nötig, also typischerweise bei 22-kW-Wallboxen.
Bei neuen Wallboxen über 4,2 kW gilt außerdem: Sie zählen als steuerbare Verbrauchseinrichtung. Der Netzbetreiber darf die Ladeleistung bei Netzengpässen zeitweise reduzieren, mindestens 4,2 kW bleiben dabei garantiert. Im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte. In der Regel übernimmt der Installationsbetrieb die Anmeldung.
Stand: September 2026
Kann man eine Wallbox selbst installieren?
Nein. Die Installation muss von einer qualifizierten Elektrofachkraft ausgeführt werden, da der Anschluss direkt im Zähler- bzw. Verteilerkasten erfolgt.
Stand: Oktober 2021
Reicht auch eine mobile Wallbox („Ladeziegel“)?
Wenn Sie zu Hause bereits eine CEE16- oder CEE32-Steckdose in der Nähe des Parkplatzes haben, ist eine mobile Wallbox eine Überlegung wert. Auch wer unterwegs abseits üblicher Ladestationen laden möchte, profitiert von den Adaptern für viele Steckdosentypen.
- Mobile Wallboxen sind nicht günstig (oft über 1.000 Euro).
- Sie sind meist nicht intelligent und daher nicht für die Einbindung in Hausautomatisierung oder PV-Anlage geeignet.
- Vorsicht vor günstigen Importen ohne Zulassung: Es besteht Brand- und Stromschlaggefahr, zum Beispiel durch einen fehlenden FI-Schutz.
Stand: Oktober 2021
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